Trinken Sie sich Glögglich

Glühwein

Trinken Sie sich Glögglich

Bei uns wird zur Weihnachtszeit gerne Glühwein ausgeschenkt. In Finnland, Schweden und Norwegen gibt es Glögg.

Glögg, Gløgg oder Glögl – der skandinavische Glühwein enthält, im Gegensatz zu unserem Heißgetränk, zusätzlich Ingwer, Kardamon und deutlich mehr Alkohol in Form von Vodka. Ansonsten gehören auch hier Rotwein, Orange und die weihnachtlichen Gewürze wie Zimt und Nelken in das Getränk.

Glögg ist wohl das bekannteste Heißgetränk in Skandinavien und wird auch gerne als Schwedenpunsch bezeichnet. Er kann auf verschiedenste Weise zubereitet werden, wahrscheinlich besitzt jede Familie ihr eigenes Hausrezept, so wie es bei Klassikern oft der Fall ist. Das schöne an Hausrezepten ist, dass man auch selbst sein eigenes kreieren kann. Wenn Sie Lust haben, Glögg einmal selbst zuzubereiten, dann lesen Sie hier weiter.
Glögg braucht das volle Aroma der Gewürze, das ruft nach Gewürzextrakt – natürlich selbst gemacht
Damit sich das Aroma der Gewürze so richtig gut entfalten kann, wird ein bis zwei Tage vorher ein Gewürzextrakt angesetzt. Mischen Sie für den aromatischen Gewürzextrakt 100 ml Vodka mit 20 Gewürznelken, 5 Zimtstangen, 1 TL gestoßenem Kardamom, 1-2 Scheiben Ingwer und der Schale von einer Orange. Lassen Sie die Mischung in einem geschlossenen Gefäß ein bis zwei Tage ziehen. Geben Sie zur Fertigstellung den Gewürzextrakt durch ein Sieb in einen Topf und gießen Sie 1 Liter Rotwein, 100 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker dazu. Erwärmen Sie den Punsch auf Trinktemperatur, bis sich der Zucker auflöst. Das Ganze nicht zum Kochen  bringen, sondern nur heiß ziehen lassen. Füllen Sie zum Abschluss den Glögg in Tassen. Reichen Sie mit Mandeln und Rosinen dazu, damit jeder Gast den warmen Glögg nach Geschmack ergänzen kann. Das schmeckt nach Weihnachten! Traditionell werden zum Glögg Pfefferkuchen und süße Hefebrötchen mit Safran, auch Lussekatter genannt, gereicht. 
Tipp: Sie können die Alkoholmenge auch verringern, indem Sie das Extrakt ohne Vodka zubereiten und den Rotwein länger heiß ziehen lassen. 

Zum Autor

Iris Lange

Iris Lange ist Ökotrophologin & Köchin und hat Ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Als Redakteurin, Rezeptentwicklerin und Foodstylistin kann Sie ihre Begeisterung fürs Essen genüsslich auskosten.

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