Exotisch

Tonkabohnen

Die Tonkabohne ist bei uns noch eine Unbekannte und ein echter Geheimtipp, auch in der Sterneküche. Wer sie einmal entdeckt hat, kommt von ihr nicht mehr los.

In den Samen des Tonkabaumes schlummert ein intensives Aroma, das wie ein Mix aus Vanille und Bittermandel schmeckt: Es passt wunderbar zu Gebäck und an Süßspeisen - Eis, Pudding oder Soufflée. Außerdem lassen sich herzhafte Gerichte mit der Tonkabohne verfeinern. Zum Beispiel Wild, Lamm oder ein aromatischer Fisch schmecken ganz wunderbar damit.

Zum ersten Mal begegnete ich der Tonkabohne in Form einer zart-schmelzenden Eiscreme in einem kleinen Café. Ihre süßlich-warmen Aromen passten wunderbar zur cremigen Konsistenz: Das Eis schmeckte ähnlich wie Vanilleeis, nur etwas nussiger. Kleine braune Punkte verrieten mir, dass die Bohnen fein gerieben zum Eis gegeben worden waren. 

Tonkabohnen sind in süßen wie herzhaften Gerichten ein tolles Geschmackserlebnis!

Mein zweites Gericht mit Tonkabohnen war wieder eine Süßspeise, diesmal eine Creme Brûlée. Zwei Bohnen waren dafür mit der Sahnemasse verarbeitet worden. Während des Garprozesses gaben die Bohnen sanft ihr Aroma an die Sahne ab. Es verschmolz  wunderbar mit dem sahnigen Geschmack. Typischerweise rechnet man einige wenige Tonkabohnen pro Liter Süßspeise. Eine Bohne ist außerdem so ergiebig, dass sie gut zehn Mal verwendet werden kann.

Eigenschaften

Aroma Intensiv, süßlich – wie ein Mix aus Vanille und Bittermandel
Mission Verfeinern von Gebäck, Süßspeisen, herzhaften Gerichten mit Wild, Lamm oder Fisch
Wirkung Soll anregend wirken
Küchentipp Fein reiben und zum Gericht geben oder im Ganzen mitgaren; nur kleine Mengen verwenden

 

Eine weitere Begegnung mit der Tonkabohne hatte ich in Form einer herzhaften Schaumsauce. Die Sauce wurde mit Knoblauch, Limette, Chili und einem Hauch fein geriebener Tonkabohne aromatisiert. Das schmeckte zum kross gebratenen Zander einfach göttlich!

Tipp: Die Bohne lässt sich mit einer Muskatreibe fein reiben.
Immer sparsam verwenden! Die Tonkabohne enthält wie Zimt und Waldmeister den Stoff Cumarin, der in größeren Mengen zu Unwohlsein führen kann.
Bild: www.shutterstock.com

Autor des Textes

Iris Lange

Iris Lange ist Ökotrophologin & Köchin und hat Ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Als Redakteurin, Rezeptentwicklerin und Foodstylistin kann Sie ihre Begeisterung fürs Essen genüsslich auskosten.

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