Aromaspender mit Sti(e)l

Kubebenpfeffer

Aromatisch und kostbar: Kubebenpfeffer ist auf der Insel Java beheimatet und ein wunderbares Mittel gegen kulinarisches Fernweh

Beim Gedanken an die Schätze der indonesischen Küche assoziiert man betörende Düfte. Knusprig gegrillte Satay-Spieße, getrocknete Früchte, fein gewürztes Lammfleisch zählen zu den kulinarischen Verlockungen. Viele der indonesischen Speisen haben ihren Ursprung auf der Insel Java, wo auch der Kubebenpfeffer beheimatet ist. 

 

Ein schwarzes, leicht verschrumpeltes und intensiv duftendes Korn, das ein beeindruckendes Geschmacksprofil aufweist: Leicht holzig und harzig, doch im gleichen Moment blumig und frisch mit Nuancen von Nelken und Limette – definitiv nichts für schwache Geschmacksnerven. Verantwortlich für das beeindruckende Aromenspektrum sind verschiedene ätherische Öle in den Körnern.

Heute wird das Pfeffergewächs nicht nur auf Java, sondern auch in Malaysia und Sri Lanka angebaut. Die kleinen Beeren der Kletterpflanze wachsen an Ähren und werden noch grün geerntet. Ihr furchiges, dunkelbraunes Äußeres entsteht im Zuge des anschließenden Trocknens in der Sonne. Eindeutiges Erkennungsmerkmal der Beeren ist der kleine Stiel, der auch nach dem Herstellungsverfahren an den Körnern verbleibt.

Raz el-Hanout: Kubebenpfeffer macht jeden Koch zum „Kopf des Ladens“

Beim Kochen entfaltet der Kubebenpfeffer seinen Geschmack am besten, wenn er vor der Verwendung kurz in der Pfanne angeröstet und anschließend im Mörser grob zerstoßen wird. Eine Prise frisch aus der Pfeffermühle verleiht orientalischen Tellergerichten den letzten Schliff. Die Verwendungsmöglichkeiten sind ausgesprochen vielfältig, das charakteristische Aroma veredelt Fisch, Meeresfrüchte, Lammfleisch und jedwede Art von orientalischen Reisgerichten und Currys. Aufgrund der leichten Bitterkeit und der nicht zu unterschätzenden Schärfe sollte Kubebenpfeffer sparsam verwendet werden.

 

 

Eigenschaften

Aroma Blumig-frisch, leicht holzig-harzig, Nuancen von Nelken und Limette
Mission Ras el Hanout-Würzmischung, Fisch, Meeresfrüchte, Lamm, orientalische und indonesische Gerichte
Küchentipp Vor der Verwendung kurz in der Pfanne anrösten und im Mörser grob zerstoßen

 

Kubebenpfeffer ist zudem Bestandteil der nordafrikanischen Gewürzmischung Ras el-Hanout. Hier werden die Körner mit zahlreichen anderen orientalischen Gewürzen wie Kreuzkümmel, Macis, Zimt, Chili und Kardamom gemischt. Ras el-Hanout bedeutet wörtlich übersetzt „Kopf des Ladens“ – beim Duft der frisch angerösteten und gemörserten Mischung wird sofort klar, warum.

Autor des Textes

Benedikt Ernst

Nach einem prägenden Jahr in den Weinbergen Württembergs widmete sich Benedikt Ernst dem Studium der Ernährungswissenschaften in Kiel und Kopenhagen. Heute ist er als Autor in Sachen Kulinarik unterwegs und erkundet, wenn er nicht gerade Ukulele spielt, mit Verstand und Vergnügen die Gastro-Landschaft Hamburgs.

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Kubebenpfeffer

Blumig-frisch, leicht holzig-harzig, Nuancen von Nelken und Limette, passt zu Fisch, Meeresfrüchten, Lamm, orientalischen und indonesischen Gerichten, Teil der marokkanischen Würzmischung Ras el Hanout

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