Schärfe in ihrer Urform

Bird's Eye-Chili

Von Afrika bis Texas, von der Karibik bis Asien – Bird's Eye-Chilis kommen überall zum Einsatz, wo gerne scharf gegessen wird.

Bird's Eye-Chilis gehören botanisch zur Familie Capsicum frutescens, einer besonders scharfen Chili-Familie, die als Urform der Chili gilt und der auch die bekannten Sorten Tabasco und Piri-Piri angehören. Ihre Ursprünge liegen in Süd- und Mittelamerika, die Pflanzen werden heute auch vermehrt in Afrika angebaut und prägen mit ihrem rassigen Feuer viele der regionalen Länderküchen. 

 

Der Name „Bird's Eye“ geht vermutlich auf die Art der Verbreitung der Chilis zurück: Die reifen Früchte werden von Vögeln gefressen, da sie die Schärfe des Stoffes Capsaicin nicht wahrnehmen können. Auf diese Weise tragen sie die Pflanze auf weiten Flugstrecken über die ausgeschiedenen Kerne in die ganze Welt.

Bird's Eye-Chilis sind eine scharfe Delikatesse – und können den stärksten Elefanten umhauen.

Auf andere Tiere wirkt die scharfe Schote eher abschreckend, was sich findige Farmer in Zimbabwe noch heute zu Nutze machen: Um ihre Mais-Ernte vor hungrigen Elefanten zu schützen, bauen sie rund um ihre Felder eine Art Schutzwall aus Bird's Eye-Chilipflanzen auf, bei deren Verzehr den zart besaiteten Dickhäutern schnell der Appetit vergeht.

Eigenschaften

Schärfe Besonders scharf und feurig
Mission Texas-Barbecue, Jerk Chicken vom Grill, koreanisches Bibimbap
Küchentipp Je kleiner die Chilischote, desto schärfer! Ganze Schoten mit garen oder nach und nach zum Essen geben, zwischendurch abschmecken

Beim Umgang mit einer Zutat, die in der Lage ist, ausgewachsene Elefanten zu vertreiben, ist selbstverständlich Vorsicht geboten. Die getrockneten ganzen Früchte können bedenkenlos im Gericht mitgekocht oder –geschmort werden. Wichtig ist, sie nach und nach zuzugeben – und nach jedem Würzen zu probieren. So vermeiden Sie eine zu scharfe Dosierung. Für mildere Schärfe können die Chilischoten auch gehackt oder gemörsert zugeben. In einen kleinen Streuer gefüllt dienen zerkleinerte Chilis als Tischwürze für diejenigen Gäste, denen es gar nicht scharf genug sein kann.

Die Bird's Eye-Chilis haben sich übrigens in vielen scharfen Speisen rund um den Globus bewährt, zum Beispiel gehören sie zu einem Texas-Barbecue, ins karibische Jerk Chicken vom Grill oder zusammen mit reichlich Knoblauch ins koreanische Bibimbap. Die kleinen roten Schoten machen sich immer dann gut, wenn dem Spiel von Aromen und Textur durch ein wenig Feuer eine neue, aufregende Dimension verliehen werden kann.

 

Autor des Textes

Benedikt Ernst

Nach einem prägenden Jahr in den Weinbergen Württembergs widmete sich Benedikt Ernst dem Studium der Ernährungswissenschaften in Kiel und Kopenhagen. Heute ist er als Autor in Sachen Kulinarik unterwegs und erkundet, wenn er nicht gerade Ukulele spielt, mit Verstand und Vergnügen die Gastro-Landschaft Hamburgs.

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